Termin: Dienstag, 12. Mai 2026, 15:30 - 17:00 Uhr
Ort: Der Termin findet online statt. Den Link dazu erhalten Sie in einem separaten E-Mail.
Die Energiewende genießt in Österreich breite Zustimmung – solange Windräder, Stromleitungen oder PV-Freiflächen nicht vor der eigenen Haustür entstehen. Das Phänomen „Not In My Backyard“ (NIMBY) prägt Genehmigungsverfahren, verzögert Projekte und verschärft Zielkonflikte zwischen Klima-, Natur- und Standortpolitik. Doch ohne die flächendeckende Nutzung heimischer Potenziale wird die Transformation weder leistbar noch rechtzeitig gelingen.
Dieses Seminar analysiert faktenbasiert, warum lokale Widerstände entstehen, welche Argumente tragen – und welche Mythen kursieren. Im Fokus stehen konkrete Modelle zur Einbindung der Bevölkerung: finanzielle Beteiligungen, Bürgerenergiegemeinschaften, Standortabgaben, transparente Planungsprozesse oder regionale Wertschöpfungskonzepte. Ebenso wird beleuchtet, welche rechtlichen und politischen Hebel Bundesländer und Gemeinden bei Raumordnung, Genehmigung und Beteiligung haben. Es geht um die Frage, wo wieviel Infrastruktur entstehen muss und wieso das sinnvoll ist.
Für Journalistinnen bietet das Seminar die Möglichkeit, ein grundlegendes Verständnis für ein Thema aufzubauen, das für Österreichs Energie- und Standortpolitik zentral ist und regelmäßig Schlagzeilen produziert. Durch die strukturierte, faktenbasierte Darstellung und den Austausch mit Expertinnen aus Planung, Policy und Praxis gewinnen Teilnehmer:innen Sicherheit im Umgang mit Konfliktlagen, Interessensgruppen und politischen Narrative. Ziel ist es, lokale Kontroversen differenziert einordnen und überregionale Zusammenhänge klar vermitteln zu können.
Termin: Dienstag, 12. Mai 2026, 15:30 - 17:00 Uhr
Ort: Der Termin findet online statt. Den Link dazu erhalten Sie in einem separaten E-Mail.
Therese Guttmann, MSc. ist Expertin für Ökologische Ökonomie und Geschäftsführerin von GUSTA, einem Unternehmen für Beteiligungsprozesse bei Energieausbauprojekten. Sie promoviert an der WU Wien zu Öko-Innovationen im Energie- und Bausektor und war dort Universitätsassistentin am Institut für Ökologische Ökonomie. Seit 2023 Mitglied des Scientific Board der Wiener Vorlesungen, seit 2026 Kuratorin am Kreisky Forum.